01.04.2009 - Landkreis im Bundesprogramm „Stärken vor Ort“ aufgenommen
Der Landkreis Mittelsachsen ist in das Bundesprogramm „Stärken vor Ort“, ehemals LOS „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ aufgenommen worden.
Schwerpunkt dieses Programmes ist die Verbesserung der schulischen, sozialen und beruflichen Integration von benachteiligten Zielgruppen über die Aktivierung von lokalen Ressourcen. Von April 2009 bis zum 31.12.2011 steht dem Landkreis jährlich ein Finanzbudget von 150 000 Euro zur Verfügung, dass er über Mikroprojekte an Projektträger weiterreichen kann. Die Projektträger benötigen dazu kein Eigenkapital, müssen aber ihre Projekte binnen eines Jahres durchführen. Die Auswahl der Mikroprojekte erfolgt über einen Begleitausschuss, dem Vertreter der Landkreisverwaltung als auch Vertreter von Projektträgern angehören werden. Die lokale Koordinierung des Bundesprogrammes erfolgt über die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mittelsachsen, Annett Schrenk.
Voraussetzung für eine Aufnahme in das Bundesprogramm war eine Antragstellung des Landkreises Anfang des Jahres, in der der Landkreis seine Entwicklungsziele in Form eines Lokalen Aktionsplanes definierte:
Diese Ziele sind insbesondere:
- Aktivierung von Jugendlichen, Frauen und Migranten, die am Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind und Unterstützung bei ihrer beruflichen und sozialen Eingliederung bedürfen
- Förderung von Teilhabe, Chancengleichheit und Bildung dieser Zielgruppen durch Aktivierung und Integration
- Aktivierung, zivilgesellschaftliche Beteiligung und Vernetzung lokaler Akteure
- Verbesserung der sozialen Infrastruktur im ländlichen Raum
Adressaten und Zielgruppen des Projektes sind dabei:
- Jugendliche und junge Erwachsene mit schlechteren Startchancen und Mehrfachhemmnissen bei der Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt
- Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben
- Migranten
- Netzwerke und Organisationen, die sich für die soziale und berufliche Integration dieser ZG einsetzen (die jeweils für deren Unterstützung relevanten Akteure)
Handlungsfelder für Träger können insbesondere sein (eine Auswahl):
- Verbesserung der Ausbildungsreife und der schulischen Leistungen
- Ausbau von Berührungspunkten zur Berufswelt
- Berufsorientierung für Mädchen auf technische Berufe und Jungen auf soziale Berufe
- Kennenlernen und Verbesserung von Kompetenzen, die sich integrationsfördernd für Migranten auswirken
- Elternarbeit und –bildung
- Jungenarbeit zur Identifikationsfindung und zur Verringerung des Aggressionspotential
- Erhöhung des Serviceangebotes im ländlichen Raum zur Förderung eines familienfreundlichen Umfeldes
- Maßnahmen mit dem Ziel, die Wiedereingliederung von Frauen und Männern nach der Elternzeit zu fördern
- Maßnahmen, die das Demokratieverständnis von jungen Menschen fördern.
Interessierte können sich gern an die Koordinierungsstelle wenden:
Landkreis Mittelsachsen
Koordinierungsstelle
Gleichstellungsbeauftragte Annett Schrenk
Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg
Tel: 03731 799-3328
Annett.schrenk@landkreis-mittelsachsen.de
sowie:
über: http://www.landkreis-mittelsachsen.de/3370.html