1. Hauptnavigation
  2. Navigation der aktiven Seite
  3. Inhalt der Seite
home | sitemap | kontakt | impressum |

Hauptnavigation

vorherige Meldungnächste Meldung Pfeil nach rechts

Aktuelle Meldungen

19.01.2010 - Ab sofort gibt es zwei Wolfsansprechpartner im Landratsamt Mittelsachsen

Dr. Ursula Heinrich und Lothar Reichelt sind die Wolfsansprechpartner im Landratsamt Mittelsachsen

Foto: Andrè Kaiser

Im Landratsamt Mittelsachsen gibt es ab sofort zwei Wolfsansprechpartner, die in Fragen rund ums Thema Wolf geschult sind.

Dr. Ursula Heinrich und Lothar Reichelt sind Wolfsansprechpartner im Landratsamt Mittelsachsen. Beide arbeiten in der Abteilung Umwelt, Forst und Landwirtschaft und sind in Fragen rund ums Thema Wolf geschult, beispielsweise im Erkennen von Wolfshinweisen wie Wolfssichtungen, Spuren oder Rissen. Sie sind in der Lage, eine Vorbewertung von Hinweisen vorzunehmen und detaillierte Dokumentationen zu erstellen. Grundlage für ihre Arbeit bildet der vom Freistaat im Sommer 2009 erlassene „Managementplan für den Wolf in Sachsen“.

Dieser richtet sich an Personen und Institutionen, die mit den Wölfen zu tun haben und gibt Empfehlungen und Handlungsanweisungen für ein möglichst konfliktfreies Nebeneinander von Menschen und Wölfen. Da der Artenschutz mit der Verwaltungsreform an die untere Naturschutzbehörde delegiert wurde, haben die Landratsämter den gesetzlichen Artenschutz zu vollziehen. So sind Informations- und Handlungsketten einzurichten und aufrechtzuerhalten, um sicherzustellen, dass alle Hinweise, Beobachtungen oder Nachweise zum Wolf exakt aufgenommen, gesichert und gegebenenfalls weitere erforderliche Schritte veranlasst werden.

Das gilt ebenso für Haustier-, Nutztier- oder Wildtierrisse, wenn als deren Verursacher der Wolf in Frage kommt. Im vergangenen Jahr sind bereits die über 80 Naturschutzhelfer für ein Vorkommen des Wolfes in Mittelsachsen sensibilisiert worden. Dr. Ursula Heinrich und Lothar Reichelt arbeiten intensiv mit dem Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz zusammen, um von deren Erfahrungen im Umgang mit dem geschützten Tier zu profitieren. Bisher gab es noch keine Hinweise, dass ein Wolf im Landkreis Mittelsachsen in Erscheinung trat. Es ist wichtig, bei einem möglichen Auftreten des Wolfes umgehend die Behörden zu informieren“, erklärt Lothar Reichelt. „Mögliche Spuren des Tieres, wie bei Nutztierrissen, sind nur kurz nachweisbar“, ergänzt Dr. Ursula Heinrich. „Das Landratsamt ist auf den Wolf vorbereitet und bemüht sich mit seinen Ansprechpartnern in Sachen Wolf´ ein gutes Nebeneinander von Mensch und Wolf herzustellen“, resümiert Udo Seifert, Leiter des zuständigen Referates Naturschutz und Landwirtschaft.

Hintergrund:
Der über Jahrhunderte in Deutschland ausgerottete Wolf hat sich in den vergangenen Jahren in Nordostsachsen wieder etabliert. Im Jahr 2000 wurden erstmals wieder wildlebende Wölfe in Sachsen geboren. Seitdem entwickelt sich in der Lausitz langsam, aber stetig ein Wolfsvorkommen. Aktuell gibt es für sechs Wolfsrudel (Eltern mit Welpen) und ein Wolfspaar ohne Jungtiere sichere Nachweise. Im vergangenen Jahr wurden 26 Welpen gezählt. In den letzten neun Jahren hatten die Wölfe insgesamt ca. 100 Nachkommen. Seitdem sind etwa 60 Wölfe aus den Lausitzer Rudeln abgewandert, um sich eigene Reviere aufzubauen. Deren neuen Aufenthaltsorte sind nicht bekannt.

Kontakt:

  • Dr. Ursula Heinrich, Telefon: 03731 799-4050
  • Lothar Reichelt, Telefon: 03731 799-4013