
Der Landkreis Mittelsachsen hat sich im Rahmen des Programms des Bundesministerium für Bildung und Forschung „Perspektive Berufsabschluss“ für die Förderinitiative „Regionales Übergangsmanagement“ erfolgreich beworben. Das „Regionale Übergangsmanagement Mittelsachsen“ ist damit eine von drei erfolgreichen Bewerbungen in Sachsen im Jahr 2010. Das Projekt wird zu 100 Prozent aus Mitteln des Bundeshaushaltes und des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Ziel des Projektes ist mehr Transparenz in den Themen Berufsorientierung und Übergang Schule – Berufseinstieg auf regionales Ebene zu schaffen. „Wir sind keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten in diesen Bereichen, vielmehr wollen wir bestehende Einzelstrategien vernetzen und die Kooperation unter den Akteuren verbessern.“ so Ingmar Petersohn, Leiter des Regionale Übergangsmanagements Mittelsachsen. Weiterhin sollen Schulen in ihren Bemühungen unterstützt werden Maßnahmen der Berufsorientierung in ihre Einrichtung zu integrieren und den Übergang ihrer Schülerinnen und Schüler in das Berufsleben bestmöglich zu gestalten. Mit dem Vorhaben sollen langfristig die Zahlen der Jugendlichen ohne Ausbildung und Berufsabschluss sinken.
Die Projektarbeit startete in Mittelsachsen am 1. Dezember 2010 mit einer verbleibenden Laufzeit von 2 Jahren und 9 Monaten. Im Landratsamt zeichnet sich Jörg Höllmüller, Leiter des Geschäftsbereiches Verwaltung, Finanzen und Ordnung für das Projekt verantwortlich: „Es freut mich außerordentlich, dass unser Landkreis ausgewählt wurde. Es bietet sich uns die Möglichkeit vorhandene Kompetenzen zu bündeln und damit einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung in unserer Region zu leisten.“
Die Mitarbeiter des Regionalen Übergangsmanagement Mittelsachsen erreichen Sie unter der Telefonnummer 03731 799-3491 und per E-Mail unter ruem@landkreis-mittelsachsen.de.
Hintergrund:
"Perspektive Berufsabschluss" ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das durch strukturelle Veränderungen den Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne beruflichen Abschluss dauerhaft senken will. 97 Projekte sollen dafür Netzwerke in zwei unterschiedlichen Förderschwerpunkten nachhaltig etablieren.
„Regionales Übergangsmanagement“ stimmt an 55 Standorten die verschiedenen bereits vorhandenen Förderangebote und Unterstützungsleistungen aufeinander ab, um Jugendlichen den Anschluss von der Schule in eine Berufsausbildung zu erleichtern.
„Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung“ schafft durch 42 Projekte geeignete Rahmenbedingungen, um an- und ungelernten jungen Erwachsenen mit und ohne Beschäftigung einen nachträglichen Berufsabschluss zu ermöglichen.
„Perspektive Berufsabschluss“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Bundesmitteln und von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in den Jahren 2008 bis 2013 mit insgesamt rund 67 Mio. Euro finanziert.